Ludwig Seuss Band meet Walter Wolfman Washington & The Roadmasters
Freitag, 30.04.2010, 19.30 Uhr
Eintritt:
VK: 23.- EUR + VVK-Gebühr
AK: 26.- EUR
Ort der Veranstaltung:
Waldhalle, Erlenstraße 30, OT: Großschwarzenlohe, bitte die Halle unbedingt über den Mittelweg anfahren (s. Plan)
Parken:
Parken an der Halle und am Mittelweg
Walter “Wolfman” Washington ist seit Jahrzehnten eine der Ikonen der New Orleans Musikszene. Seit er in den 70ern seine erste Band gründete, definieren sein heißes Gitarrenspiel und seine soulige Stimme den einzigartigen musikalischen Mix der Crescent City, der aus R&B, Funk und Blues besteht.Washington begann seine Karriere während des fruchtbaren Höhepunktes der Rhythm and Blues-Periode der 1950er, die dutzende von Nummer 1-Hits hervorbrachte und die New Orleans zum Aufnahmezentrum für Hitmacher wie Ray Charles und Little Richard machte.
Washington wurde 1943 geboren und war als junger Mann zwei Jahre lang mit dem großartigen Sänger Lee Dorsey auf Tour, um dessen Riesenerfolge „Ride Your Pony” und „Working in a Coalmine” zu pushen. Während seiner Zeit mit Dorsey trat Washington in allen berühmten Music Halls Amerikas auf, u.a. im weltbekannten Apollo Theater in Harlem.
Bevor er mit seiner eigenen Band Solar System auf Tour ging absolvierte Washington noch Konzerte mit der bekannten New Orleans Sängerin Irma Thomas und dem legendären Jazzer David Lastie mit seiner Taste of New Orleans Band.
In den 70ern begann Washington mit einem der wichtigsten Sänger, die jemals aus Louisiana kamen, zu arbeiten: dem großen, leider verstorbenen Johnny Adams. Adams wurde aufgrund seiner beispiellosen Stimmakrobatik „The Tan Canary“ („der Braune Kanarienvogel“) genannt; er war eine Art Mentor für Washington, der seinen Singstil entwickelte, während beide Musiker in den unbekannteren Clubs der Stadt auftraten, u.a. in Dorothy’s Medallion in der Stadtmitte von New Orleans.
Als Washington seine erste Band gründete, wurde er oft in die Bluesschublade gesteckt. Seine Vorbilder waren aber Musiker wie Dorsey, Thomas, Adams und der Jazzer Lastie, so dass sein Sound die ganze musikalische Bandbreite von New Orleans widerspiegelt. Er kann sicherlich den Blues „heulen“, wie schon sein Spitzname besagt, aber seine musikalischen Talente haben schon immer den puren
Crescent City Soul gehabt.
Als später der Funk wieder einmal populär wurde, integrierte Washington diesen voll in seinen persönlichen Sound.
Wenn man Walter „Wolfman“ Washington mit seiner derzeitigen Band, The Roadmasters, live erlebt, erhält man eine Geschichtsstunde über die Schwarze Musik in Amerika, wobei man aber nicht sitzen bleiben noch sich Notizen machen kann. Jede seiner extrem tanzbaren Shows ist wegen seiner reichen Erfahrung und dem scheinbar grenzenlosen Repertoire einzigartig. Wie die größten Jazzmusiker lässt Washington sein Alltagsleben in seine Musik einfließen. Die Band spielt, je nach Wunsch, Blues, R&B, Soul, Funk, Jazz und alle Mischformen, die es zwischen diesen Genres gibt – und das absolut authentisch
Washington ist, wie Adams vor ihm, ein großartiger Song-Interpret. Er macht jeden Titel zu seinem eigenen, egal, ob es sich im eine soulige Ballade oder einen wilden Funk handelt. Sein Interpretationsgenie gestattet es ihm, jedem Song seine ureigenste Seele zu geben und gleichzeitig die wahren Gefühle des Textes dem Publikum nahezubringen. Washington musste an seinem Gesang hart arbeiten, aber sein Gitarrenspiel war von Anfang an unvergleichlich. Als Rhythmusgitarrist liefert er die richtige Spannung, um seine Mitmusiker während ihrer Soli zu unterstützen. Während seiner eigenen Soli kommt Washingtons Gitarrenkunst so richtig hervor. Wenn er die Leadgitarre spielt, fällt seinem Publikum oft die Klappe vor Staunen herunter, denn er spielt hoch differenzierte Soli, die an Intensität immer mehr zunehmen oder sich um ein zentrales Thema winden. Das findet natürlich statt, bevor er seine Gitarre mit den Zähnen spielt!
Im Verlauf seiner langen Karriere hat Walter “Wolfman” Washington viele Auszeichnungen erhalten, aber er ruht sich niemals auf seinen Lorbeeren aus. Mit den Roadmasters tourt er sehr viel, ebenso mit seinem Trio The Chosen Few. Dazu kommt noch, dass er seit kurzem mit einigen lokalen Jazzmusikern, u.a. dem Trompeter James Andrews, erfolgreich zusammen arbeitet.
Und damit schließt sich wieder der musikalische Kreis der New Orleans Musik. Washington ist ein Meister aller Genres und sticht aus der Menge der großartigen Musiker, die New Orleans zu bieten hat, aufgrund seines einmaligen Stils und ungewöhnlicher Ästhetik als Gitarrist, Bandleader und Sänger, hervor.
Ludwig Seuss Band
Ludwig Seuss (piano, accordoen, organ, vocals), Titus Vollmer (guitar, dobro), Tom Peschel (doublebass, vocals), Peter Kraus (drums, vocals)
Seit 1989 gastiert er mindestens einmal in Wendelstein, deswegen können wir uns eine nähere Beschreibung sparen.
Mit mittlerweile 12 CD’s im Gepäck, einer herausragenden All-Star-Besetzung und zahlreichen Fernseh- und Festivalauftritten ist die Luwig Seuss Band zu einer der interessantesten deutschen Blues- und Zydeco-Bands gereift. In der Spider Murphy Gang spielt Seuss Piano und Akkordeon als langjähriges Mitglied der Band.
Ein Ludwig Seuss Konzert ist immer ein Erlebnis der Extraklasse, mehr als „nur“ ein Konzert: eine Gefühlsreise nach New Orleans und die Südstaaten.
Präsentation der nagelneuen Live-CD!





